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inhaftiert war. Mordechai Vanunu ist ein Atomtechniker, der aus Gewissensgründen Informationen über das israelische Atomprogramm an die Öffentlichkeit gebracht hat. Im April 2004 kam Mordechai Vanunu nach Verbüßen seiner 18-jährigen Gefängnisstrafe frei. Bei seiner Freilassung untersagte man ihm das Verlassen des Landes und jegliche Kommunikation mit Ausländern. Auch ist er innerhalb des Landes in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Amnesty International fordert von den israelischen Behörden, die Vanunu auferlegten Beschränkungen sofort aufzuheben, ihm zu erlauben, das Land zu verlassen, wenn er es wünscht, und sein Recht auf freie Bewegung , freien Umgang und freie Rede auszuüben.
Wegen Verletzung der Auflage, dass er keine Kontakte zu Ausländern haben darf, musste Mordechai Vanunu von Mai bis August 2010 eine dreimonatige Haft unter strengsten Bedingungen verbüßen. Amnesty betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen und hat weltweit zu einem Appell aufgerufen.
Die Internationale Liga für Menschenrechte hat 2010 Mordechai Vanunu mit der Carl-von-Ossietzky Medaille ausgezeichnet. Die Verleihung sollte am 12.Dezember, dem Tag der Menschenrechte, in Berlin stattfinden. Siehe Presseerklärung der ILM zur Nichtverleihung der Medaille.


Weitere Informationen zu Israel und den besetzten Gebieten: Ko-gruppe Israel und besetzte Gebiete