Amnesty International Gruppe Würmtal

Impressum | Login

Gruppe Würmtal

Startseite2015-12-01

Das Logo von Amnesty International

Aktuelle Fallarbeit und Aktionen

  • Israel und besetzte Palästinensische Gebiete
  • Umweltschützerin in Brasilien
  • Gewalt gegen Frauen



Israel und besetzte palästinensische Gebiete


©Privat
NABI SALEH liegt ca. 20 km nordwestlich von Ramallah in den besetzten palästinensischen Gebieten. Zum Dorf gehören rund 284 ha Land. Den größten Teil dieses Landes hat die benachbarte israelische Siedlung Halamish vereinnahmt. Halamish - auch Neve Tzuf - ist eine illegale israelische Siedlung, die im Jahr 1977 auf den Landflächen errichtet wurden, die den Dörfern Nabi Saleh und Dier Nitham gehören.
Seit 2009 versammeln sich die Bewohner von Nabi Saleh jede Woche friedlich, um gegen den Dieb-stahl ihres Landes zu demonstrieren. Die israelische Armee setzt exzessive und unnötige Gewalt gegen die Protestierenden ein, indem sie mit scharfer Munition, Gummigeschossen, Blendgranaten oder Tränengaskartuschen auf Menschen zielt.
Amnesty International fordert, dass
  • das israelische Militär palästinensische Aktivisten nicht willkürlich inhaftiert.
  • die israelischen Sicherheitskräfte keine exzessive, unverhältnismäßige und unnötige Gewalt gegen palästinensische Demonstranten einsetzt
  • die Militärverordnung 101 abgeschaftt wird, die das Recht der Palästinenser auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit erheblich einschränkt
  • die diskriminierenden Hindernisse entfernt werden, die die Dorfbewohner daran hindern, zu ihrer Quelle zu gelangen
  • der Bau oder Ausbau israelischer Siedlungen und damit zusammen hängender Infrastruktur in den besetzten palästinensischen Gebieten, der gegen das internationale humanitäre Recht verstößt, beendet wird



© APGraphicsBank
1994 haben wir die Betreuung von MORDECHAI VANUNU übernommen, der 18 Jahre lang in Israel zum Teil in Einzelhaft inhaftiert war. Mordechai Vanunu ist ein Atomtechniker, der aus Gewissensgründen Informationen über das israelische Atomprogramm an die Öffentlichkeit gebracht hat. Im April 2004 kam Mordechai Vanunu nach Verbüßen seiner 18-jährigen Gefängnisstrafe frei. Bei seiner Freilassung untersagte man ihm das Verlassen des Landes und jegliche Kommunikation mit Ausländern. Auch ist er innerhalb des Landes in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Amnesty International fordert von den israelischen Behörden, die Vanunu auferlegten Beschränkungen sofort aufzuheben, ihm zu erlauben, das Land zu verlassen, wenn er es wünscht, und sein Recht auf freie Bewegung , freien Umgang und freie Rede auszuüben.
Wegen Verletzung der Auflage, dass er keine Kontakte zu Ausländern haben darf, musste Mordechai Vanunu von Mai bis August 2010 eine dreimonatige Haft unter strengsten Bedingungen verbüßen. Amnesty betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen und hat weltweit zu einem Appell aufgerufen.
Die Internationale Liga für Menschenrechte hat 2010 Mordechai Vanunu mit der Carl-von-Ossietzky Medaille ausgezeichnet. Die Verleihung sollte am 12.Dezember, dem Tag der Menschenrechte, in Berlin stattfinden, doch Mordechai Vanunu erhielt keine Reisegenehmigung.
Hier finden Sie die neuesten Informationen zu Mordechai Vanunu: Vanunu's Webseite


Brasilien


© Amnesty CH
Die Lehrerin Laísa Santos SAMPAIO lebt in einem Dorf im brasilianischen Amazonasgebiet. Dort setzt sie sich gegen Waldrodungen und illegale Abholzungen ein. Deshalb wurde sie wiederholt mit dem Tode bedroht, ihre Schwester und ihr Schwager wurden 2011 von Auftragskillern ermordet. Laísa Santos Sampaio wurde bereits in das Bundesprogramm zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen aufgenommen, trotzdem ist sie weiter gefährdet.

Amnesty International appelliert an die brasilianischen Behörden, Laísa Santos Sampaio und ihre Familie zu schützen, die Drohungen gegen sie zu untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Die Behörden werden aufgefordert, die Gemeinde-Initiativen vor Ort zu unterstützen, die nachhaltig vom Wald leben möchten und sich deshalb gegen illegale Abholzung engagieren.

Ehemalige Fälle der Gruppe

Ko-gruppe Israel und besetzte palästinensische Gebiete


Seite zuletzt geändert am 07.05.2017 12:26 Uhr