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1994 haben wir die Betreuung von MORDECHAI VANUNU übernommen, der 18 Jahre lang in Israel zum Teil in Einzelhaft

inhaftiert war. Mordechai Vanunu ist ein Atomtechniker, der aus Gewissensgründen Informationen über das israelische Atomprogramm an die Öffentlichkeit gebracht hat. Im April 2004 kam Mordechai Vanunu nach Verbüßen seiner 18-jährigen Gefängnisstrafe frei. Bei seiner Freilassung untersagte man ihm das Verlassen des Landes und jegliche Kommunikation mit Ausländern. Auch ist er innerhalb des Landes in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Amnesty International fordert von den israelischen Behörden, die Vanunu auferlegten Beschränkungen sofort aufzuheben, ihm zu erlauben, das Land zu verlassen, wenn er es wünscht, und sein Recht auf freie Bewegung , freien Umgang und freie Rede auszuüben.
Wegen Verletzung der Auflage, dass er keine Kontakte zu Ausländern haben darf, musste Mordechai Vanunu von Mai bis August 2010 eine dreimonatige Haft unter strengsten Bedingungen verbüßen. Amnesty betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen und hat weltweit zu einem Appell aufgerufen.
Die Internationale Liga für Menschenrechte hat 2010 Mordechai Vanunu mit der Carl-von-Ossietzky Medaille ausgezeichnet. Die Verleihung sollte am 12.Dezember, dem Tag der Menschenrechte, in Berlin stattfinden. Siehe Presseerklärung der ILM zur Nichtverleihung der Medaille.


Gilad Shalit
Wir haben uns auch für eine humane Behandlung des 21-jährigen israelischen Soldaten GILAD SHALIT eingesetzt, der am 25.Juni 2006 während eines Angriffs auf einen Armeestützpunkt im Süden Israels von bewaffneten palästinensischen Gruppen gefangen genommen wurde. Seitdem war er versteckt gehalten worden, und jede Kommunikation oder Kontakt mit der Außenwelt und dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes waren ihm untersagt. Am 18.Oktober wurde Gilad Shalit im Austausch gegen 1027 Palästinenser frei gelassen.

Samar Barghouti
SAMAR BARGHOUTI ist Palästinenserin und lebt in der israelisch besetzten Westbank. Seit ihr Ehemann Murad Barghouti vor über vier Jahren verhaftet wurde, durfte sie ihn nur ein einziges Mal im Gefängnis besuchen. Murad Barghouti wird in der Haftanstalt Nafha im Süden Israels festgehalten. Die israelischen Behörden weigern sich, Samar Barghouti die Genehmigung auszustellen, die sie zur Einreise nach Israel für einen Besuch bei ihrem Mann benötigt.
Vielleicht haben die Appelle von Amnesty geholfen, denn sie durfte nach 6 ½ Jahren ihren Mann das erste Mal besuchen.

Weitere Informationen zu Israel und den besetzten Gebieten: Ko-gruppe Israel und besetzte Gebiete